Förderverein Bildung Am Limes
Donaukurier vom 08.04.2015

DGB setzt sich für Gemeinschaftsschule ein


Eichstätt (EK) Bei der Sitzung des DGB-Kreisverbandes Eichstätt in Denkendorf hat Alfons Weber, Vorsitzender des Fördervereins „Bildung am Limes“, das Konzept der geplanten Gemeinschaftsschule für Kipfenberg und Denkendorf vorgestellt. Aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen sind die Mittelschulen in Denkendorf und Kipfenberg bekanntlich gefährdet. Ziel dieser Initiative ist es, die Gemeinden zu stärken und ein Schulsystem zu errichten, das die Kinder und Jugendlichen nicht nach der vierten Klasse „aussiebt“ und ihnen gleichzeitig ermöglicht, nah am Wohnort unterrichtet zu werden. Dazu hat der Verein unter wissenschaftlicher Mitarbeit wie bereits berichtet ein Konzept erarbeitet, beauftragt durch die Gemeinde- und Markträte der Kommunen Denkendorf und Kipfenberg, und dem Kultusministerium eingereicht.

Weber schilderte nun den Gewerkschaftern, wie abweisend das Ministerium darauf reagiert hat: Auf Nachfrage sei lediglich eine nicht pädagogisch begründete, sondern überwiegend ideologisch begründete Absage über das eingereichte Projekt erfolgt, kritisierte Weber.

Der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Erich Seehars zeigte sich vom Konzept einer Gemeinschaftsschule unter dem Motto „Kooperatives Lernen“ begeistert. Er betonte, dass sich dieses Konzept mit Bildungsvorstellungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes und im Besonderen mit der Mitgliedsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), weitgehend decke. Die Mitglieder des DGB-Kreisvorstandes waren sich einig, dass dieser Konzeptvorschlag stärker in die öffentliche Diskussion gestellt werden müsse.

Aufgrund dieser Diskussion möchte der DGB zu einer Veranstaltung im Herbst einladen: Pünktlich zum Schulbeginn im September soll in Denkendorf eine Podiumsdiskussion stattfinden. Gewerkschaften, Politiker, Bildungsexperten und die Bürgerinitiative haben dann Gelegenheit, das Thema zu erörtern.

Eichstätter Kurier

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