Förderverein Bildung Am Limes
Donaukurier vom 20.04.2014

SPD kritisiert Spaenle


München/Denkendorf (DK) Der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Martin Güll, zeigt sich schwer enttäuscht über das Verhalten des Kultusministeriums in der Debatte über die Gemeinschaftsschule in Denkendorf (Landkreis Eichstätt). „Das Nein von Kultusminister Ludwig Spaenle zu dem verzweifelten Versuch der beiden Gemeinden Denkendorf und Kipfenberg, eine wohnortnahe Schule zu bewahren, ist an Arroganz kaum zu überbieten“, kritisiert der SPD-Abgeordnete.

Die Gemeinden befürchten seit Jahren den Verlust ihres Schulstandortes, weil immer mehr Kinder nach der Grundschule auf Gymnasien und Realschulen wechseln. Im Juli 2013 hatten sie nach fast dreijähriger intensiver Vorarbeit beim Kultusministerium die Errichtung einer Gemeinschaftsschule an den beiden Mittelschulstandorten beantragt. Nun war, wie berichtet, der negative Bescheid eingetroffen. Güll sagte: „Es ging hier um eine unideologische, praktikable Lösung für die Kinder in den beiden Orten.“

Er kündigte an, den Kampf um wohnortnahe Schulen nicht aufzugeben: „Die SPD-Landtagsfraktion wird weiter dafür eintreten. Was in nahezu allen anderen deutschen Bundesländern möglich ist und sehr erfolgreich praktiziert wird, muss auch in Bayern eine Chance bekommen. Der Druck auf die CSU-geführte Staatsregierung wird in den nächsten Wochen ansteigen, weil weitere Gemeinden Anträge für Gemeinschaftsschulen bereits eingereicht oder angekündigt haben.“

Donaukurier

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